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Freundesgesellschaft
des Goethe- und Schiller-Archivs

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Zitat

Manches Herrliche der Welt
Ist in Krieg und Streit zerronnen;
Wer beschützet und erhält
Hat das schönste Loos gewonnen.

Das Goethe- und Schiller-Archiv

Wie vieles andere zählt dieses Gedicht zu den Kostbarkeiten aus Goethes Nachlaß, der den größten und wertvollsten Schatz im Goethe- und Schiller-Archiv bildet und seit 2001 zum UNESCO-Fundus »Memory of the World« gehört.

Das Goethe- und Schiller-Archiv als das älteste Literaturarchiv in Deutschland bewahrt bei einem Gesamtumfang von rund fünf Millionen Blatt neben den handschriftlichen Nachlässen von Goethe und Schiller über 150 weitere Nachlässe von Schriftstellern, Gelehrten und Komponisten, unter ihnen die Nachlässe von Johann Gottfried Herder, Christoph Martin Wieland, Georg Büchner, Friedrich Hebbel, Fritz Reuter, Franz Liszt und Friedrich Nietzsche. Hinzu kommen institutionelle Archive, wie das des Insel-Verlags Leipzig, das Nietzsche-Archiv, die Akten der Goethe- und der Shakespeare-Gesellschaft sowie der Deutschen Schillerstiftung. Aufgrund seines Bestandsprofils hat das Archiv den Charakter eines zentralen Archivs der deutschsprachigen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Das 1896 eröffnete Gebäude ließ Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach nach Entwürfen des Architekten Otto Minckert eigens für die Aufnahme der wertvollen Handschriften errichten. Nach mehreren kleineren Umbauten erfuhr das Archivgebäude in den Jahren 2010 bis 2012 eine umfassende Sanierung und Erweiterung.

 

Die Freundesgesellschaft

Goethe
Johann Wolfgang von Goethe
»Bedenklich« (Soll ich von Smaragden reden ...)

Die Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs gründete sich im Jahr 2004 mit dem Ziel, diejenigen Personen und Institutionen zu vereinen, die sich für die Erhaltung und Vermehrung der einzigartigen Bestände des Archivs engagieren wollen. Seit nunmehr über zehn Jahren unterstützt sie die Tätigkeit des Archivs und rückt seine Schätze vermehrt in das öffentliche Interesse. Bis heute haben sich über 160 Freunde aus verschiedenen europäischen Ländern und den USA vereint.

In den Anfangsjahren konzentrierte sich die Tätigkeit auf die Unterstützung des Archivs bei den Restaurierungsaufgaben. Seit der bedeutenden Erhöhung der öffentlichen Mittel für das Restaurierungsprogramm 2008 setzt die Freundesgesellschaft die Spenden besonders für die Neuerwerbung von Handschriften ein. Wertvolle Autographen wurden für das Archiv angekauft, darunter Briefe von Goethe, Herder, Wieland, Schillers Söhnen, Achim von Arnim, Johann Peter Eckermann, Johanna Schopenhauer, von Ottilie von Goethe und Clara Schumann. Die Freundesgesellschaft beteiligte sich an der Erwerbung eines einzigartigen Konvoluts mit Goethe-Autographen (2011), eines weiteren „Phädra“-Fragments von Schiller (2016), des Dramoletts „Rino“ von Charlotte von Stein (2017) und mit einer namhaften Summe an der Übernahme einer umfangreichen privaten Nietzsche-Sammlung (2019). Mehrmals wurden gemeinsam mit der Deutschen Liszt-Gesellschaft Autographen Franz Liszts angekauft.

Öffentlich in Erscheinung tritt die Freundesgesellschaft vor allem mit ihrer Publikationsreihe »Manuskripte« (erschienen sind bisher die Hefte 1 bis 10) und den wertvollen Faksimile-Ausgaben sowie mit den jährlichen Vortragszyklen im Archiv.

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