Killing

Letzte Gesichter

Giacinto Scelsi
„Tre Canti Sacri: II. Requiem“ [1958], Groupe Vocal de France, direction Michel Tranchant [1983], Scelsi: Triphon for Cello & Various Vocal & Organ Works, FY 1988.

Die Totenmasken bringen Bilder des Todes hervor, Antlitze, die zwischen dem Sterben und der Auflösung in Gips verharren. Sie halten das Gesicht fest, bevor dieses endgültig verschwindet. Doch was dokumentieren die Totenmasken genau? Einen Augenblick vor dem Vergehen? Eine Intensivierung des Ausdrucks? Einen Übergang?

  • Totenmaske von Friedrich Nietzsche

    Gestorben 25.8.1900

    Todesursache: Lungenentzündung nach Schlaganfall

    Nach 1900, Gips, Höhe: 25,50 cm, Breite: 19,50 cm, Tiefe: 16,00 cm

    Foto: Alexander Burzik

    © Klassik Stiftung Weimar

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  • Totenmaske von Richard Wagner

    Gestorben 13.2.1883

    Todesursache: Herzinfarkt

    Undatiert, Gips, Höhe: 25,50 cm, Breite: 19,50 cm, Tiefe: 16,00 cm,

    Foto: Alexander Burzik

    © Klassik Stiftung Weimar

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  • Totenmaske von Franz Liszt

    Gestorben 31.7.1886

    Todesursache: Lungenentzündung

    1886, Gips, Höhe: 25,50 cm, Breite: 19,50 cm, Tiefe: 16,00 cm

    Foto: Alexander Burzik

    © Klassik Stiftung Weimar

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  • Totenmaske von Rosalie Raabe

    Gestorben 29.7.1871

    Todesursache: Unbekannt

    1871, Gips, Höhe: 25,50 cm, Breite: 19,50 cm, Tiefe: 16,00 cm

    Foto: Alexander Burzik

    © Klassik Stiftung Weimar

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  • Totenmaske von Friedrich Schiller

    Gestorben 9.5.1805

    Todesursache: Lungenentzündung nach Tuberkulose

    Gips, Höhe: 25,50 cm, Breite: 19,50 cm, Tiefe: 16,00 cm

    Foto: Alexander Burzik

    © Klassik Stiftung Weimar

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  • Totenmaske von Ludwig Devrient

    Gestorben 30.12.1832

    Todesursache: Zusammenbruch nach Alkoholismus

    Undatiert, Gips, Höhe: 25,50 cm, Breite: 19,50 cm, Tiefe: 16,00 cm

    Foto: Alexander Burzik

    © Klassik Stiftung Weimar

    3D by Digitus Art

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Seuchen und ihr Abbild

Claude Vivier
„Après la mort“, [Journal 1977], Chants…, les jeunes solistes ensemble, direction Rachid Safir, Soupir Editions/Nocturne 2003.

Moulagen sind plastische, naturgetreue Darstellungen krankhafter Körperregionen aus Wachs. Sie zeigen individuelle Krankheitsbilder, die vor allem die Oberfläche des Körpers und die Haut betreffen.

Insbesondere für die medizinischen Fachrichtungen der Dermatologie und der Augenheilkunde wurden Moulagen in der sogenannten Umkehrtechnik angefertigt. Hierbei wird ein Negativ vom Körper abgeformt und mit Wachs ausgegossen. Anschließend wird das Positiv aus Wachs mit Ölfarbe bemalt und bedarfsweise mit weiteren Materialien wie Haaren und Glasaugen ergänzt. Zumeist sind die Moulagen an den Seiten in Leinen eingeschlagen und auf ein schwarzes Holzbrett aufgezogen.

  • Moulage Frühsyphilis

    1920 – 1925, Wachsmoulage im Schaukasten
    Höhe: 14,00 cm, Breite: 19,70 cm, Tiefe: 27,90 cm
    Foto: Alexander Burzik

    © Stiftung Deutsches Hygenie-Museum Dresden.

  • Moulage Augentripper

    1920 – 1935, (Originalabformung 1900-1909),
    Wachsmoulage im Schaukasten
    Höhe: 14,00 cm, Breite: 20,50 cm, Tiefe: 23,30 cm
    Foto: Alexander Burzik

    © Stiftung Deutsches Hygenie-Museum Dresden.

  • Moulage Wuchernde Hauttuberkulose (Lupus)

    1920 – 1930, Originalformung 1900 – 1912,
    Wachsmoulage im Schaukasten
    Höhe: 14,00 cm, Breite: 20,40 cm, Tiefe: 30,50 cm
    Foto: Alexander Burzik

    © Stiftung Deutsches Hygenie-Museum Dresden.

Catfish

Siechtum
und Medizin

John Fahey
„When The Catfish Is In Bloom“, Requia And Other Compositions For Solo Guitar [1967], Vanguard Records 2006.

Friedrich Schiller

Der Spaziergang
1795, Erstdruck 1804

„[…] Bin ich wirklich allein? In deinen Armen, an deinem
Herzen wieder, Natur, ach! und es war nur ein Traum,
Der mich schaudernd ergriff, mit des Lebens furchtbarem Bilde,
Mit dem stürzenden Thal stürzte der finstre hinab.
Reiner nehm` ich mein Leben von deinem reinen Altare,
Nehme den fröhlichen Muth hoffender Jugend zurück!
Ewig wechselt der Wille den Zweck und die Regel, in ewig
Wiederhohlter Gestalt wälzen die Thaten sich um.
Aber jugendlich immer, in immer veränderter Schöne
Ehrst du, fromme Natur, züchtig das alte Gesetz,

Immer dieselbe, bewahrst du in treuen Händen dem Manne,
Was dir das gaukelnde Kind, was dir der Jüngling vertraut,
Nährest an gleicher Brust die vielfach wechselnden Alter;
Unter demselben Blau, über dem nehmlichen Grün
Wandeln die nahen und wandeln vereint die fernen Geschlechter,
Und die Sonne Homers, siehe! Sie lächelt auch uns. “

In: Schillers Werke. Nationalausgabe. Begr. V. Julius Petersen. Fortgef. V. Lieselotte Blumenthal, Benno v. Wiese, Siegfried Seidel. Hg. V. Norbert Oellers, Bd. 2.1, Weimar 1983, S. 308 – 314, hier S. 313f.

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Krankenstuhl von Friedrich Nietzsche

    Firma Curt Maquet

    Um 1899
    Nussbaum, Ahorn, Rotbuche, gebeizt, lackiert, Peddigrohr, Gummi, Eisen, Emaille
    Höhe: 107,50 cm, Breite: 72,00 cm, Tiefe: 93,00 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

  • Medizinflasche aus der Grossherzoglich Sächsischen Hofapotheke Dr. Hoffmann in Weimar

    aus dem Nachlass von Friedrich Nietzsche

    1900
    Buntglas
    Höhe: 16,20 cm, Durchmesser: 6,10 cm
    Foto: Alexander Burzik
    © Klassik Stiftung Weimar

Ziehen

Vergött­lichung des Menschen

Alfred Deller
Gustav Leonhardt, Nikolaus Harnoncourt, Leonhardt Baroque Ensemble, „Welcome To All Pleasures: Here The Deities Approve“, Bach: Agnus Dei & Cantates BWV 54 & 170 Œuvres de Purcell, Dowland, Parsons, Campian & Bartlett, Diapason 2008.

Apotheose der Prinzessin Wilhelmine Eleonore von Sachsen-Weimar

Christian Richter I.

1653
Ölhaltige Farben auf Eichenholztafel
Höhe: 255,00 cm, Breite: 168,00 cm, Tiefe: 1,60 cm
Foto: Alexander Burzik
© Klassik Stiftung Weimar

Spruchbanner des Gemäldes von links nach rechts:

  1. O Herr Jesu! Ich habe an dich gegleubet dir habe ich gelebet, dir bin ich gestorben, drüm wirst tu mir auch das ewige Leben geben
  2. Kom her du gesegnete meines Vaters, ererbe das Reich welches dir bereitet ist.
  3. Weil du bist getreu gewesen und hast Glauben gehalten, so solstu die Krone des Lebens haben.